Eine Vielzahl der in Deutschland lebenden AsylbewerberInnen und Geduldeten bekommen ihre Grundleistungen in Form von Gutscheinen ausgezahlt. Das heißt, sie dürfen Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleidung nur mit diesen Gutscheinen in bestimmten Supermärkten kaufen. In Erfurt sind das z.B. der REWE im Rieth und Globus in Bindersleben. Um in günstigeren Supermärkten oder andere Dinge wie Bus- und Zugfahrkahrten, Briefmarken, Schreibwaren, Geschirr, Tabak etc. einzukaufen, wird ihnen ein “Taschengeld” von 40 Euro monatlich ausgezahlt, mit dem sie dann am besten noch einen Anwalt bezahlen.
Die Gutscheinpraxis ist entmündigend und rassistisch!
Um den Flüchtlingen und AsylbewerberInnen ein würdigeres Leben und einen selbstbestimmten Konsum zu erlauben, hat sich vielerorts eine Praxis des “Gutscheintauschs” etabliert. BürgerInnen gehen mit den Betroffenen gemeinsam für ihre eigenen Zwecke einkaufen und zahlen ihre Lebensmittel etc. mit den Gutscheinen der Flüchtlinge. Diesen wird dann dafür das Bargeld gegeben, sodass sie frei darüber verügen können.
Wer Interesse am Gutscheintausch oder weiteren Informationen hat, kann sich unter
weltblick[at]uni-erfurt[punkt]de
melden.
