Politikerinnen und Politikern auf den Zahn fühlen und ihnen pragmatische, gelebte soziale Verantwortung aufzeigen:
Um Landtagsabgeordnete für das Thema “Fairer Handel”
zu sensibilisieren, veranstalteten wir im Frühjahr 2008 eine faire Kaffeepause im Türinger Landtag. Landtagsabgeordnete, MitarbeiterInnen und Gäste wurden zu einer Verkostung von fair gehandelten Produkten eingeladen.
Fair gehandelter Kaffee, Tee, Kekse, Schokoloade und Bananen wurden durch das Eine-Welt-Netzwerk-Thüringen gestellt und weitere Produkte an einem Verkaufsstand der AG Nachhaltigkeit e.V. angeboten. Dazu wurde eine symbolische Rechnung übergeben, die zusammenfasst, wie man selbst im Alltag Fairen Handel unterstützen kann und wo es in Erfurt entsprechende Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Ziel war es vor allem, wichtige EntscheidungsträgerInnen über das Thema zu informieren, ihnen qualitative Vorteile aufzuzeigen und darauf hinzuweisen, dass das Fair Trade Konzept auch in der lokalen und regionalen Politik verankert werden kann und muss.
Wir erinnerten die Verantwortlichen an eine Gesetzes-Novelle vom September 2005 zur Selbstverpflichtung öffentlicher
Einrichtungen im Land Thüringen zum Angebot fair gehandelter Produkte, die jedoch nur unzureichend umgesetzt wird.
Da in der Landtagskantine selbst keinerlei fair gehandelter Produkte angeboten werden, führten wir zudem eine Umfrage zum Thema durch, um vorhandenes Wissen, Einstellungen zur Glaubwürdigkeit und Unterstützung von Fair Trade zu ermitteln. Die Ergebnisse wurden dem Umweltausschuss des Landtages übergeben und sind hier einsehbar.

